Sharks gehen mit Sieg in die Winterpause

23.12.21 | Damen NLB

Die Nesslau Sharks blicken auf ein durchzogenes Wochenende zurück. Die Doppelrunde zwar erfolgreich beendet werden, statt den erhofften sechs Punkte resultieren jedoch lediglich zwei Punkte aus den beiden Partien.

Nach dem Nationalmannschaftsbreak kehrten die Sharks am Samstagabend zurück in den Meisterschaftsmodus, der UC Yverdon gastierte in Nesslau. Das Spiel startete bescheiden, die Sharks bekundeten Mühe in den Rhythmus zu finden und die Westschweizerinnen wirkten nach der langen Anreise noch träge. Das Startdrittel war ausgeglichen, ein abtasten beider Teams und endete Torlos. Anfang des zweiten Drittels kombinierten sich die Sharks immer wieder vors gegnerische Tor und hatten zahlreiche Abschlüsse, ein Tor wollte dabei nicht gelingen. Auch Yverdon kam zu ihren Chancen, Sharks-Goalie Martina Cerny erwies sich aber einmal mehr als sicherer Rückhalt. Beide Mannschaften zeigten sich fortan in bester Spiellaune und suchten schnörkellos den Weg zum Tor.  In der 26. Minute eröffnete das Gastteam den Score, nach einem inkonsequenten Defensivverhalten der Sharks erzielten die Gäste mit einem satten Schuss die Führung. Nur eine Minute später gelang Yverdon das 0:2 nach einem Abpraller reagierte die Yverdon-Offensive schneller als die Sharks-Defensive. Martina Cerny im Sharks Tor war machtlos. Die Sharks nun leicht geschockte sahen sich nun mit einem zwei Tore Rückstand konfrontiert. Gewillt den Anschlusstreffer zu erzielten, kombinierten sich die Sharks immer wieder vors gegnerische Tor. Vermehrte Einzelaktionen von unseren spielstarken Scherrer-Schwestern blieben aber ebenfalls erfolglos. Mit einem grün-weissen Entlastungsangriff und einem harmlosen Schuss welcher jedoch unhaltbar von einem Sharkback abgelenkt wurde, erhöhten die Westschweizerinnen den Spielstand auf 0:3, Cerny musste erneut ohne Abwehrchance hinter sich greifen. Innert 5 Minuten erarbeitete sich das Gästeteam eine komfortable 3:0 Führung. Nach dem Doppelschlag und dem mittlerweile 0:3 Rückstand traten die Sharks nun sehr beherzt auf, mit Spielfreude und gefährlichen Abschlüssen wurde die starke Yverdon-Torhüterin immer wieder gefordert. Die Toggenburgerinnen konnten erst kurz vor Ende des zweiten Abschnitts reagieren, Offensivverteidigerin Vera Gebert gelang der verdiente Anschlusstreffer. Im Schlussdrittel agierten die Sharks mit zwei Linien und forcierten ihre Besten Spielerinnen, die Sharks schalteten einen Gang höher und drücken vehement auf die Yverdon-Defensive. Aber wieder einmal liess die Effizienz der Sharks an diesem Abend zu wünschen übrig, aus unzähligen Schüssen resultierte bis anhin nur ein einziger Torerfolg. Die Nesslauer Dominanz widerspiegelte sich in der Schuss-Statistik, aber an diesem Abend wollte den Sharks der Ausgleich nicht mehr gelingen. Das 2:3 durch Darina Wittenwiler in der 51. Minute war nur noch Resultatkosmetik, die Gäste liessen nichts mehr anbrennen und brachten die Führung über die Zeit. Nach einer kämpferischen und aufopfernden Leistung müssen die Nesslauerinnen erneut als Verliererinnen vom Feld, in dieser Saison konnte gegen die Westschweizerinnen kein Duell gewonnen werden. Als Bestplayern wurde an diesem Abend Darina Wittenwiler ausgezeichnet.

 

Nach der kurzen Erholung sahen sich die Sharks bereits am Sonntagnachmittag wieder in ihren Matchtenus. Mit ungewohnt kleinem Kader traten die Nesslau Sharks Auswärts die Partie gegen Unihockey Basel Regio an. Nicht weniger als 7 Spielerinnen fehlten verletzungsbedingt oder waren aus anderen Gründen Abwesend. Für die Sharks eine willkommene Gelegenheit um eine Reaktion auf die Niederlage vom Vorabend zu zeigen. Das Spiel gegen die Baslerinnen versprach sowohl spielerisch als auch physisch eine attraktive Begegnung zu werden. Die Partie begann animiert, das Heimteam legte einen starken Start hin. Die Sharks ihrerseits noch nicht richtig mit ihren Köpfen im Spiel angekommen, schoss die Basler Topscorerin Natalie Stocker bereits nach knapp fünf Minuten das Heimteam in Führung. Somit lenkte UBR das Spiel früh in ihre Bahnen die immer wieder zu zahlreichen, sehr gefährlichen Abschlüssen kamen. Die souverän aufspielende Sharks-Keeperin Ramona Meyer entschärfte unzählige Abschlüsse und bewahrte die Sharks früh vor einem hohen Rückstand. Die Gäste bekundeten weiterhin Mühe, um mit einfachen Angriffen gefährlich vor das gegnerische Tor zu gelangen. Und oft kamen die Nesslauerinnen den berühmten Schritt zu spät. Nach der Führung spielte sich das geschehen Hauptsächlich in der Sharks-Defensivzone ab, gleich mehrmals stand Sharks-Torhüterin Ramona Mayer dank starken Paraden im Mittelpunkt. Im Startdrittel wollte den Gästen aus Nesslau nicht viel gelingen, mit einem 0:1 Rückstand gings zum Pausentee. Entschlossen kamen die Gäste nach der Verschnaufpause aus der Garderobe und mit ihrem ersten Angriff im Mittelabschnitt erzielte Simi Wyssen auf Pass von Karin Scherrer den 1:1 Ausgleichstreffer. Die Baslerinnen hatten mehr vom Spiel und drückten weiterhin auf den Führungstreffer, der wollte aber auch im Powerplay nicht gelingen dank einem sackstarken Sharks-Boxplay. Die Toggenburgerinnen versuchten es nun auch vermehrt mit Einzelaktionen durch Karin Scherrer, Darina Wittenwiler und Simi Wyssen um nur einige zu nennen, die aber erfolglos blieben. Mit einem Remis ging es zur zweiten Pause. Fokussiert und energisch starteten die Sharks ins letzte Drittel. Die soliden Defensivpaare der Sharks, agierten in der eigenen Zone abgeklärt und setzten starke Akzente im Spielaufbau.

Das letzte Drittel gestalteten die Teams ausgeglichener und die Nesslauerinnen kombinierten sich immer mehr in die gegnerische Zone, Abschlüsse wurden von der starken Torhüterin im Basler Tor pariert. In der 57. Spielminute war es dann erneut Stocker die dank einer starken Einzelaktion ihre Farben kurz vor Schluss in Front schoss. Nun waren die Toggenburgerinnen wieder mit einem Rückstand konfrontiert. Verunsicherung machte sich deshalb bei der Sharks-Truppe aber keine bemerkbar, die Sharks warfen nun alles nach vorne. Und nur eine Minute später glich die spielstarke Karin Scherrer zum verdienten 2:2 aus, auf Pass von Simi Wyssen. Das Spiel musste in der Verlängerung entscheiden werden und dies gelang der heute auffälligen Simi Wyssen, mit dem ersten Sharks-Angriff, sie erzielte das Game winning Goal für ihre Farben, unser Nummer #25 Women of the Match an allen drei Toren beteiligt. Am Schluss jubelten folglich die Ostschweizerinnen, dies nicht unverdient.

Die Sharks sichern sich nach einer kämpferischen und spielstarken Leistung den extra Punkt in der Verlängerung und reisten zufrieden mit zwei Punkte im Gepäck Richtung Ostschweiz ab. Trotz dem Sieg in Basel konnte der 5. Tabellenplatz nicht gehalten werden, die Sharks rutschen auf Rang 6 und die Playoffs sind noch nicht gesichert aber die Sharks gehen zuversichtlich in die Winterpause und blicken optimistisch den weitern Spielen entgegen. Weiter geht es dann im neuen Jahr, die nächsten Spiele bestreiten die Sharks am 08.+ 09. Januar 2022 in der heimischen Büelen.  

Die Sharks bedanke sich für Eure zahlreiche Unterstützung in diesem Jahr und wünschen allen frohe Festtage und bis bald. GO SHARK`S!